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ZT | Ausgabe 36 — Q2/2016

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Der CEO Coach - Wirksames Coaching von Führungskräften

»Medienarbeit wird zum

»Medienarbeit wird zum Perpetuum mobile.« in seiner Position und Haltung. Und der den Konflikt mit anderen nicht scheut, so er denn Teil der medialen Inszenierung sein soll – der eigenen oder der des TV-, Radio- oder Zeitungsformats. Redaktionen und Journalisten agieren schließlich nicht im luftleeren Raum. Sie haben eine Aufgabe zu erfüllen, nämlich ihre Zielgruppe zu informieren, zu unterhalten oder zu etwas zu animieren – nur eben unter den Auflagen vermeintlicher journalistischer Objektivität. Wer dem Journalisten hilft, hier seine Aufgabe optimal zu erfüllen, indem er als Experte in allen Facetten das abliefert, was gebraucht und erwartet wird und was eben zu 100 Prozent auch der eigenen Identität entspricht, wird immer wieder angefragt. Medienarbeit wird zum Perpetuum mobile. Meinungsführerschaft entsteht durch Wiederholung. Glaubhaft wiederholt werden kann aber nur, was man selbst lebt und erlebt. So entsteht ein kongruentes und glaubhaftes Bild einer Marke, die von Redaktionen und Journalisten gerne weiterverbreitet wird. Wer also ein- oder zweimal pointiert, auffällig und mit verlässlicher Klarheit in den Medien präsent war, kann auch damit rechnen, immer mal wieder eingeladen zu werden zu einem Gastbeitrag oder zu einem Interview. Das wirft eine andere Frage auf: Wie gelingt die Initialzündung? Markenbildung und Botschaft - Wofür stehe ich? Schließlich ist ja bekanntermaßen aller Anfang schwer. Wer seine Positionierung wie oben beschrieben entwickelt hat, hat schon den ersten entscheidenden Schritt getan: Er hat eine Mission gefunden, die sich idealerweise in einer Botschaft, einer Art Metathema bündeln lässt und werblich in einem Claim zugespitzt werden kann. So ist etwa Lothar Seiwert zu dem führenden Experten zum Thema Zeit geworden. Das Rote Kreuz steht eindeutig und immer für Hilfe, Apple für Design, der SPD-Politiker Prof. Dr. Karl Lauterbach für ein sozial gerechtes Gesundheitswesen – in dem Sinne, in dem er ein solches selbst definiert. Alle diese Marken, ob Unternehmen, Organisation oder Personen, stehen für etwas. Und weil sie für etwas stehen, schränken sie sich ein – oder eben nicht. Denn unter der Botschaft lassen sich viele Themen gestalten, die sich auch tagesaktuell besetzen lassen. Lothar Seiwert kann über die Themen Zeitmanagement, Zeiteffizienz, Lebenszeit, Freizeit, Arbeitszeit, Work-Life-Balance und sogar Glück referieren – er bleibt dabei seiner Botschaft, seiner Linie, seinem Metathema treu und kann so, ohne die eigene Positionierung aus dem Blick zu verlieren, auch in tagesaktuellen Medien präsent sein. »Der Zeitgeist und die Themen dürfen sich ändern, die eigene Persönlichkeit dabei aber nicht. Dann behält die Marke ihren Wert.« Er kann immer wieder neue Bücher schreiben und so permanent aktiv und präsent sein. Das Rote Kreuz kann sich zu jeder Art sozialen Engagements äußern: Hilfe für Menschen in der Dritten Welt, Hilfe für Behinderte, für Kranke, für Kinder und Jugendliche in Not, für Alkoholiker und vieles weitere mehr. Apple hat den iPod, das iPhone, das iPad, die Apple-Watch und das MacBook. Die Reihe lässt sich fortsetzen. Eine Positionierung sollte sich also nicht auf ein ganz bestimmtes Thema fokussieren, sondern auf eine Botschaft, die es erlaubt, mehrere Themen zu besetzen und sich immer wieder neu zu erfinden – je nach Zeitgeist und gesellschaftlichem Wandel. Aber Achtung: Der Zeitgeist und die Themen dürfen sich ändern, die eigene Persönlichkeit dabei aber nicht. Dann behält die Marke ihren Wert. Zeichen senden - sichtbar werden! Ergänzend zur Botschaft braucht es eine gute Inszenierung durch sichtbare, sich wiederholende Gesten, Zeichen und Aussagen. Die „Merkel-Raute“ und der „Merkel-Blazer“, die „Karl-Lauterbach-Fliege“, der rote Schal von Walter Momper, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, der gelbe Pullover von Hans-Dietrich Genscher, der rosa Trainingsanzug und das Diadem von Cindy aus Marzahn, das „Alles wird gut“ von Nina Ruge und das „Schau mer mal“ von Franz Beckenbauer – all das sind Markenzeichen, die die Botschaft 24 | Zukunft-Training • 2. Quartal 2016

unterstreichen, das Eigene sichtbar und wiedererkennbar machen und so auf ihre Art auch die Verlässlichkeit unterstreichen. Man bekommt als Journalist, Zuschauer oder Fan eben immer das Gleiche in der Grundaussage, der Botschaft, aber immer etwas Neues je nach Thema. Der klassische PR-Begriff, der allein darauf setzt, sich regelmäßig mit Pressemeldungen, Fachbeiträgen oder Events zu inszenieren reicht nicht mehr aus in der heutigen Medienwelt. Trainer, Berater, Speaker, Coaches und andere Know-how-Träger müssen vielmehr lernen, sich zu inszenieren wie Celebrities – mit einem kleinen Spleen und persönlichen Marotten, die die eigene Persönlichkeit unterstreichen helfen. Gleichwohl ist die klassische PR wichtig, denn sie hilft, Journalisten initial auf die eigene Person und damit die verkörperte Botschaft aufmerksam zu machen. Sich regelmäßig äußern hilft, taktisch tagesaktuell zu passenden Anlässen und strategisch generell zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Und das in mehrfacher Hinsicht: Die inhaltliche Positionierung wird geschärft, der Journalist und die eigene Fanbase, auch die gilt es zu entwickeln, bekommen einen regelmäßigen Kompetenzbeweis und die vielleicht nur unterschwellige Wahrnehmung, dass dieser Experte präsent ist und viel zu sagen hat. Wer viel publiziert – und hier sind neben Büchern auch Pressemeldungen, Blog- und Fachartikel gemeint – macht es dem Redakteur leichter, die Einladung gegenüber der Redaktion oder dem Vorgesetzten zu rechtfertigen. Expertise muss immer wieder aufs Neue bewiesen werden, am Anfang mehr, später immer weniger, weil die mediale Präsenz als solches als Beweis gelten kann. Selbstinszenierung – konsequent und kongruent Journalisten haben neben subjektiven Vorlieben auch objektive Entscheidungskriterien. Falk S. Al-Omary Experte für Selbstinszenierung Falk S. Al-Omary ist der Experte für Selbstinszenierung, Medienreichweite und Egoselling. In mehr als 20 Jahren in politischen Ämtern und Mandaten und mehr als 50 Funktionen in Verbänden, Organisationen und Unternehmen hat er gelernt, wie strategisches Denken und Handeln in einem komplexen und meist rauen Umfeld funktioniert, wie sich starke Persönlichkeiten an die Spitze kämpfen und dort auch bleiben. Mit diesem Wissen leitet er heute seine eigene Unternehmensgruppe. Er ist Mentor, Marken- und Identitätsentwickler sowie zupackender Markenbotschafter für all diejenigen, die vor allem sich selbst verkaufen, sich mit ihrem Namen und ihrer Expertise durchsetzen und auf ein positives Meinungsklima sowie auf ein ihnen vorauseilendes Renommee angewiesen sind. Der Autor von „Bescheidenheit zieht Armut an“ und anderen Werken rund um die Themen Marketing, PR und Selbstinszenierung arbeitet für viele prominente Persönlichkeiten sowie für namhafte Unternehmen und Eventveranstalter. Er sorgt dafür, dass Experten höhere Honorare mit ihrem Wissen und Können sowie maßgeschneiderten Produkten erzielen, ohne diese rechtfertigen zu müssen. Dafür spielt er die Klaviatur der Medien: von Print und Online über Radio und TV bis hin zu crossmedialen Kampagnen transportiert er Botschaften, Themen und Meinungen und sorgt so für starke Anziehungskräfte des Marktes. Der PR-Profi, Wirtschaftsjournalist, Autor, Top-100-Unternehmer, ausgebildete Business-Coach und professionelle Vortragsredner ist zudem gefragter Keynote-Speaker. Seine Vorträge und Workshops sind frech und spritzig, maximal provokant und bieten einen schonungslos ehrlichen Blick hinter die Kulissen der Erfolgreichen. www.al-omary.com

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