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ZT | Ausgabe 36 — Q2/2016

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Der CEO Coach - Wirksames Coaching von Führungskräften

»Wer viel über Humor

»Wer viel über Humor weiß, ist noch kein Komiker.« Der Mensch kann seine Transformation selbst bestimmen. Eine Raupe, die sich verpuppt, kann nicht anders. Der Mensch hat die Wahl, im Status quo zu erstarren oder sich beständig weiterzuentwickeln. Diese Freiheit ist Faszination, Bestimmung und Aufgabe. Sie kann als Glück, aber auch als Last empfunden werden. Wie oft schon haben Menschen mit großen Talenten unter dieser Last kapituliert. Und wie großartig sind die Werke jener, die dieser Verantwortung gewachsen waren. Vom Verstehen und Lernen zum Vertiefen und Umsetzen Menschliche Entwicklung basiert auf zwei Polen: 1. Erlernen, Verstehen und Wissen – der Theorie, sowie 2. dem Einüben, Vertiefen und Umsetzen – der Praxis. Ideal ist die Kombination von beidem. Manche Menschen sind vor allem im Kopf stark. Sie denken scharf, aber sie handeln nicht so. Oft rauschen ihre Geistesblitze an der Realität vorbei. Andere sind Praktiker durch und durch. Sie setzen Dinge um, ohne sie vorher geistig zu durchdringen. Oft scheitern sie an Umständen, die sie nicht bedacht hatten. Führungskräfte stehen in doppelter Verantwortung, für ihr Unternehmen und für die Entwicklung ihrer Mitarbeiter. Sie sollten sich zuerst selbst transformieren, um vorleben zu können, was sie erwarten. Und sie müssen ihre Mitarbeiter in der Transformation unterstützen, damit diese die Besten werden, die sie sein können. Wissen allein genügt da nicht. Wer viel über Humor weiß, ist noch kein Komiker, wer alle Verkehrsregeln kennt, noch kein Autofahrer. Kennen nutzt wenig ohne Können. Und Transformation geht nicht ohne das Eingeständnis, das etwas fehlt und erworben werden sollte. Die 4 Phasen der Transformation Die Transformation kennt vier Stadien, von der „unbewussten Inkompetenz“ zur „unbewussten Kompetenz“ – eine Matrix, durch die der jeweils nächste Entwicklungsschritt klar wird. Sie hilft, sich selbst und andere zu führen. Unbewusste Inkompetenz: Verdrängung Die Phase des „Nicht-sehen-Wollens“ oder „Nicht-sehen-Könnens“. In ihr produzieren wir schwache Ergebnisse, ohne zu wissen, was uns fehlt – so lange, bis wir einen ehrlichen Blick auf uns selbst werfen. Bewusste Inkompetenz: Einsicht und Erkennen. Uns wird klar, dass unsere Wirkung und unsere Ergebnisse schwach sind. Unsere Worte und Taten stimmen kaum überein. Wir sind unzufrieden, unser Umfeld ebenso. Aber der Blick auf unsere emotionale Veränderungskompetenz lichtet sich. Am Ende dieser Phase haben wir den Mut, uns unseren Defiziten zu stellen. Bewusste Kompetenz: Anerkennen. Wir haben unter Mühen gelernt und handeln endlich. Aber das Neue ist noch keine tiefe Gewohnheit. Wir sind bemüht, 50 | Zukunft-Training • 2. Quartal 2016

aber noch nicht stimmig. Bleiben wir jetzt konsequent, steigt unsere emotionale Anerkennung. Doch egal, wie anstrengend es scheint: Transformation heißt, den ganzen Weg zu gehen. Unbewusste Kompetenz: Transformieren. Endlich am Ziel. Wir liefern intuitiv und übertreffen die Erwartungen. Unsere Ergebnisse werden ständig besser. Die Menschen unter unserer Verantwortung entwickeln sich. Wir wirken kompetent und souverän. Wie wir Transformation begleiten Jede Führungskräfteentwicklung besteht aus den drei Elementen Verstehen, Trainieren und Anwenden. Sie professionalisiert, wie Menschen sich ohnehin entwickeln. Sie setzt da an, wo ich stehe, was ich schon kann und was mir noch fehlt. Zuerst hilft die Transformation, die nächste Entwicklungsstufe zu sehen. Das kann unbequem sein oder schmerzhaft, wenn ein Mangel sichtbar wird, dem man vorher nicht ins Auge sehen wollte. Viele Trainer finden das Wort „Defizit“ negativ und sagen lieber „Potenzial“. Ein motivierender sprachlicher Trick. Potenzial ist abstrakt und allgemein. Defizit ist konkreter. Aber ohne die Konfrontation mit dem Fehlenden, dem Ausgeblendeten, sind weder Einsicht noch Entwicklung möglich. Deswegen ist Defizit ein positives Wort. Der Abgleich mit der verfehlten Wirkung und dem, was wir dafür noch brauchen, ist der stärkste Wegweiser. Am Ende zählt keine Euphorie, sondern allein, ob nach einer Erkenntnis die Weiterentwicklung steht. Boris Grundl Der Menschenentwickler Boris Grundl ist „Der Menschenentwickler“ (Süddeutsche Zeitung). Er durchlief eine Blitzkarriere als Führungskraft und gehört als Leadership-Experte und mitreißender Kongress-Redner zu Europas Trainerelite. Er ist Management-Trainer, Unternehmer, Autor sowie Inhaber der Grundl Leadership Akademie. Boris Grundl hat die Kunst perfektioniert, sich selbst und andere auf höchstem Niveau zu führen. Er ist ein gefragter Referent und Gastdozent an mehreren Universitäten. Seine Referenzen bestätigen seine Ausnahmestellung unter den Spitzen-Referenten. Keinem wird eine so hohe Authentizität und Tiefgründigkeit bescheinigt. Er redet Klartext, bleibt dabei stets humorvoll und bringt die Dinge präzise auf den Punkt. Seine Grundl Leadership Akademie befähigt Unternehmen, ihrer Führungsverantwortung gerecht zu werden. Menschen fördern – mit System: Die Akademie macht mit der Menschenentwicklung dort weiter, wo die meisten Managementlehren aufhören. www.borisgrundl.de www.grundl-akademie.de www.fuehren-und-wirken.de Transformation ist mehr als Training Verstehen: Wie führe ich mich selbst Das „Verstehen“ in der Transformation beginnt bei einem selbst. Wer andere führen will, muss sich selbst führen können. Im Schwerpunkt „Selbstführung“ werden die Möglichkeiten und Grenzen der Menschen-

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